Kategorie: Allgemein

Was ist wirklich wichtig?

Auf der Suche nach einem geeigneten Pedelec bin ich noch nicht wirklich am Ende angekommen. Daher habe ich überlegt, nach welche Eigenschaften für mich wichtig sind – neben dem Motor u. Antrieb.

Mir kam meine Erfahrung mit einem Hollandrad in den Kopf: Nicht, dass ich damit sportlich durch den Wald fahren wollte. Aber man sitzt doch sehr bequem darauf. Damit ich entspannt und komfortabel mit dem Fahrrad zur Arbeit komme, möchte ich mein Specialized Hardtail etwas umbauen.

Nachdem ich es schon mit Gepäckträger und Satteltaschen „sportlich entwürdigt“ habe, investierte ich noch in eine gefederte Satteltstütze, einen variablen Vorbau und einen höheren Lenker. Das Ergebnis: Das Fahrrad sieht nicht mehr wirklich sportlich aus, aber dafür sitze ich nun deutlich aufrechter.

Vorbau und Lenker

Der Vorbau ist die Verbindung des Lenkers zum Rad. Durch ihn wird die Höhe und Abstand Sattel-Lenker maßgeblich bei einem vorhandenen Rahmen bestimmt. Ich habe mich für einen variablen Vorbau entschieden, um hier etwas mehr experimentieren zu können. Außerdem habe ich auf einen möglichst „hohen“ Vorbau zurückgegriffen, um möglichst aufrecht zu sitzen. Einbau ist relativ einfach: Alter Vorbau raus, neuer rein 🙂

Gekauft habe ich ihn bei meinem Lieblings-Onlineversand Bike-Discount. Hier bin ich für ca. 25.- fündig geworden.

Auch beim Lenker, lassen sich noch ein paar Zentimeter höhe gewinnen: Mit dem Riser 700mm x 38mm Lenker fühlte ich mich auf anhieb wohl. Allerdings musste ich den Lenker vom Vorbau wieder lösten, damit ich Schalt- und Bremshebel montiert bekam – er ist dann doch zu breit und weit weg gewesen für die vorhandenen Kabel-/Schlauchlängen.

Gepäckträger für den Transport

Ausführlich könnt ihr über den Thule Gepäckträger hier lesen. Ich habe ausführlich darüber berichtet.

Komfort durch Federung

Die Federgabel schluckt Schläge des Vorderrads bei Schlaglöchern und Straßenunebenheiten gut weg. Doch trotzdem gibt es bei entsprechenden Hindernissen einen ganz schönen Rumps, wenn man mit knapp 30km/h darüber fährt. Um hier etwas mehr Komfort zu bekommen habe ich mich für eine Sattelstütze von Cane Creek entschieden.

Die Montage des Sattels selbst ist etwas schwierig – ich habe die zwei Schrauben noch nicht so recht verstanden, zumal die eine Schraube wohl für die Verwendung mit der Hand gedacht ist, die andere mit einem Schlüssel. Man kommt jedoch an beide nicht so recht dran.

Hat man aber die Montage gemeistert und steckt die Sattelstütze im Rahmenrohr, dann erfüllt sie ihren Zweck. Durch die Parallelogramm-Geometrie, federt sie nicht nur die Stöße, die direkt von unten kommen, sondern auch Schräge gut ab. An das Wippen selbst gewöhnt man sich schnell und es ist dann auch nicht mehr störend.

Das Bike nach dem Umbau

  • Gepäckträger: Thule Pack’n Pedal Tour Rack
  • Satteltaschen: Thule Shield Pannier
  • Fahradtasche von Zimmer
  • Vorbau: RFR Erhöhter verstellbarer Vorbau MTB 31,8mm (ca. 39.-)
  • Lenker: Riser 700mm x 38mm Lenker (ca. 25.-)
  • Cane Creek Thudbuster LT (ca. 159.-)

Zugegebener Maßen: Es sieht nicht mehr wirklich schick aus 🙂 Aber ich möchte ja auch die Auswirkungen auf den Fahrkomfort ausprobieren.

Doch wie fährt es sich?

Erste Fahrt war richtig gut: Ich habe sehr bequem gesessen und weder Rücken- noch Nackenschmerzen gehabt. Der Winddruck war auch etwas mehr, aber nicht unangenehm.

Obwohl der Akku voll war und ich bisher die Strecke von knapp 45km immer mit einer Ladung geschafft hatte, war der Akku leider auf dem Rückweg plötzlich leer. „Plötzlich“ deshalb, weil ich durch die schnelle, angenehme Fahrt gar nicht mehr darauf geachtet hatte. Erst als ich wie von Geisterhand „zurückgezogen“ wurde, merkte ich das Piepen des Bikes, um mir zu sagen, dass der Akku leer war 🙂 Schade. Aber heißt für mich, dass ich nach einer Fahrt schon wieder laden muss. Der Verbrauch scheint also auch angestiegen zu sein. Aber dafür bin ich sehr komfortabel und mühelos gefahren. Ich hatte in den Tubeless-Reifen auch noch 1,5 Bar, so dass vlt. auch hier noch ein besserer Kompromiss zwischen Komfort und Verbrauch finden lässt. Ich werde das entsprechend berichten, wenn ich es in weiteren Fahrten ausprobiert habe…

Technik, Test und Fragen

Pedelec vs. S-Pedelec

Wem der Unterschied noch nichts sagt: Es geht um die Geschwindigkeit, für die das Fahrrad mit Motorunterstützung ausgelegt ist.

Das normale Pedelecs unterstützt das Treten mit dem Motor bis zu einer Geschwindigkeit von 25km/h. Ok – manche Hersteller hören nicht abrupt auf, sondern lassen es dann mit langsam schwindender Unterstützung bis ca. 27km/h auslaufen. Dann holt einen die harte Realität eines Fahrrads wieder ein: Mann muss selbst treten 🙂 Man hat zunächst das Gefühl, als würde einen jemand festhalten. Ist natürlich quatsch: Aber das leichte Treten mit Motorunterstützung suggeriert das, wenn die elektrische Hilfe plötzlich wegfällt.

Ich möchte generell festhalten, dass die Geschwindigkeit durchaus ok ist. Allerdings gewöhnt man sich auch schnell daran und eine bequeme Reisegeschwindigkeit liegt meines Erachtens eher bei 33-35 km/h.

Möchte ich also schneller fahren als die 25/27 km/h und dabei immer noch den Komfort der Motorunterstützung nutzen, gibt es legal und nach den Gesetzen in Deutschland nur die Möglichkeit eines S-Pedelec („S“=Speed). Diese sind meistens mit einem etwas stärkeren Motor ausgerüstet und die Beschränkung mit dem Abschalten passiert erst bei 45 km/h. Dafür benötigt es auch eine Versicherung und damit verbunden ein Kennzeichen. Es gilt dann als Leichtkraftrad mit allen damit verbundenen Rechten und Pflichten.

Nachteile eines S-Pedelecs sind klar die Einschränkungen, die bzgl. der erlaubten Wege, Versicherungspflicht, gilt nicht als Fahrrad, höhere Anschaffungskosten und mehr Verschleiß (da größere Kräfte wirken).

Meine Erfahrungen mit einem Pedelec (25km/h) habe ich bereits verschiedentlich gemacht. Der Vergleich zu einem S-Pedelec fehlt mir noch. Um meine Strecke von über 20km zurückzulegen, inkl. Bergstrecke, möchte ich daher versuchen die Zeit und Anstrengung zu verbessern, indem ich ein S-Pedelec nutze.

Technische Möglichkeiten

Für den Motor gibt es verschiedene Philosophien: Mittel- oder Nabenmotor. Den Nabenmotor kann man im Vorderrad oder Hinterrad verbauen. Neben dem Motor gibt es noch weitere technische Möglichkeiten ein Pedelec aufzubauen:

  • Riemen vs. Kette
  • Hydraulikbremse vs. Seilzug
  • Felgen- vs. Scheibenbremsen
  • Federgabel vs. Starrgabel
  • Reifendicke

Offene Fragen

…die ich noch habe und im Rahmen meines Selbstversuchs für Euch ausprobieren möchte:

  • Ist der Unterschied Pedelecs vs. S-Pedelec gravierend im Ergebnis?
  • Sind die Einschränkungen eines S-Pedelecs bzgl. Fahrtstrecke akzeptabel?
  • Wie ist der Unterschied zwischen Riemen- und Kettenantrieb hinsichtlich Komfort, Lautstärke, Kraftaufwand?
  • Wie ist der Unterschied zwischen Heckantrieb (Nabenmotor) und verschiedenen Mittelmotoren hinsichtlich Fahrkomfort, Geschwindigkeit und Verhalten an Anstiegen?
  • Welche Ausstattungen sind sinnvoll und hilfreich an einem Pedelec?
  • Nutzen eines Straßenfahrrads oder Mountainbike – braucht man mehrere Pedelecs?

Sicherlich tauchen noch weitere Fragen mit der Zeit auf. Aber das sind Fragen, die ich gerne klären möchte.

Eine Alternative zum Auto

Da es mir in erster Linie auf die Aspekte Gesundheit und Energie für bewegtes Gewicht ankommt, möchte ich mit dem Fahrrad und seinen Varianten starten.

Für den urbanen Bereich und Strecken mit wenigen km ist das Fahrrad eine gute Möglichkeit das Auto zu ersetzen. Zumal auch hier sich in den letzten Jahren die Materialien unglaublich verbessert haben.

Doch sobald es zusätzliche Hürden zu bewältigen gilt, wird das Fahrrad erstmal unattraktiv. Zum Beispiel:

  • Strecken über 10km
  • Steigungen auf dem Weg (Brücke, Berge, …)
  • Gesundheitliche Einschränkungen

Hier kommt das Pedelec ins Spiel. Ein Fahrrad, ergänzt durch einen Elektromotor. Das Gewicht bleibt in der Regel unter 30kg und der Motor hilft die erschwerten Bedingungen zu überwinden. Doch wer sich nun nach dem „richtigen“ Pedelecs umschaut, wird schnell erschlagen von der Vielfalt von Herstellern und den Möglichkeiten, die sie anbieten.

Auf dem Papier oder Werbeprospekt lesen sich alle Features der Pedelecs gut. Doch aus Erfahrung weiß ich, dass sich nicht alles gleich gut anfühlt. Ich möchte euch im Rahmen meines Selbstversuchs daher die einzelnen Möglichkeiten selbst ausprobieren und diese Erfahrungen an Euch weitergeben.

Was in den meisten Berichten fehlt sind die emotionalen Aspekte an den Produkten. Dazu gehören gefühlte Sicherheit, empfundene Lautstärke, Geschmack/Aussehen, Haptik, nervige und praktische Dinge im Alltag, usw.

Letztendlich haben diese gefühlten Dinge einen großen Anteil bei der Frage, ob es tatsächlich das richtige Produkt ist!

Seit also gespannt auf die Dinge, die ich für euch Teste – inkl. aller Empfindungen, die ich dabei erlebe…

Start im Frühling 2019

Um dem Experiment und Selbstversuch eine faire Chance einzuräumen, möchte ich nicht gerade in der wüstesten Jahreszeit starten, sondern warte bis zum Frühling.

Sponsoring

Für Unterstützung bin ich dankbar. Für die Sponsoren springt ein fairer und ehrlicher Test bei raus mit natürlich auch Werbung und Feedback für das Produkt. Deshalb dürfen Sponsoren sich gerne bei mir melden.

Fragen

Fragen und Anregungen auch schon im Vorfeld nehme ich gerne an. Einfach per Mail an info(at)leichter-unterwegs.de schreiben.

Inhalte

Diese Seite befindet sich aktuell noch im Aufbau. Die eigentlichen Blog-Einträge wird es mit Start geben. Informationen und Links sammel ich jedoch schon auf den Seiten, die über das Menü rechts oben zu finden sind. Aber auch hier wird sich sicherlich noch viel in den nächsten Wochen tun. Lest gerne schonmal auf meinen Seiten zu den Themen Mobilität und über dieses Projekt…