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Klever X-Speed

Klever X-Speed

Der Hersteller Klever bietet eine reiche Palette an Modellen. Hier findet vermutlich jeder etwas passendes. Ich habe mir das X-Speed ausgesucht und hatte Gelegenheit es ausführlich für Euch zu testen.

Das Fahrrad

Das Design

Aussehen eines Fahrrads ist natürlich immer Geschmacksache. Ich persönlich finde das X-Speed nicht den absoluten Design-Hit – aber ich finde es auch gar nicht schlecht. Es hat für mich einen guten Kompromiss von „anders modern und schick“ und „klassisch zeitlos“. Einzig der Akku, der im Rahmendreieick montiert ist, wirkt etwas klobig. Dafür schön flach.

Übrigens habe ich auch von anderen Seiten nach einigen Tagen gehört „Am Anfang fand ich die Optik etwas komisch – mittlerweile finde ich sie gar nicht mehr so schlecht“.

Stabilität und Gewicht

Mit knapp 30kg Gewicht ist es kein Leichtgewicht. Aber sorgt auch für eine gute Straßenlage. Ich fahre es auch herum, schiebe und trage weniger. Ich behandle es mehr wie ein Motorrad, als ein Fahrrad.

Die Konstruktion wirkt robust und stabil. Muss ich es einmal herum heben, ist der Gepäckträger ein guter Punkt zum „Anpacken“. Am Rahmen selbst findet sich weniger Angriffsfläche aufgrund der Geometrie und Akku-Halterung.

A propos Akku-Halterung: Bei vielen Fahrbahnunebenheiten sorgen die Vibrationen und Schläge im Rahmen für ein Klappern des Akkus. Das ist etwas irritierend und nervend – auch wenn nichts passiert.

Komfort & Ausstattung

Durch die Federgabel und die gefederte Sattelstütze wirkt das Rad sehr komfortabel: Kleinere Schlaglöcher und Unebenheiten werden zusammen mit den Schwalbe Supermoto-Reifen sehr ordentlich verkraftet. Der Reifendruck spielt hier eine entscheidende Rolle: Unter 2bar ist der Vorderreifen sehr schwammig. Mit 2.8bar viel zu hart. Ich habe hier einen ganz guten Kompromiss mit 2.1bar gefunden.

Auch sehr praktisch: Durch einen elektronischen Dongle (Schlüssel), kann das Fahrrad „abgeschlossen“ werden. D.h. es ertönt bei Bewegung des Rads ein lauter Pfeifton und der Motor ist nur noch mit einiger Kraftanstrengung zu bewegen. Dieses Feature entfällt natürlich / leider, wenn der Akku zum Laden entnommen wird.

Auch sehr nützlich: Ein USB-Port ermöglicht das Laden von Smartphone oder anderen USB-ladefähigen Geräten, die man mitführt.

Auch die Hupe zeigt Wirkung: Allerdings macht sie den Fahrer auch selbst etwas benommen 🙂 Dafür aber gut hörbar für andere: Uns das ist ja das Entscheidende!

Eine Trinkflasche ist in der Konstruktion nicht noch unterzubringen. Aber für meinen Anwendungszweck auch nicht wirklich notwendig.

Der Spiegel ist nach unten gerichtet und anfänglich etwas schwer zu benutzen. Aber ich habe mich schnell daran gewöhnt und ein kleiner Blick unter dem Arm hindurch, bringt die notwendige Info, wer gerade hinter mir fährt. Vorteil dieser Montage: Es steht seitlich nichts raus!

Es sind ein paar Kleinigkeiten, die man (ggf. auch selbst) verbessern könnte. Aber vielleicht sind diese ja in Folgemodellen schon berücksichtigt:

  • Kettenführung (Ein Kettenschutz und ein Schutz vor Abspringen fehlt)
  • Marken-Federgabel (diese tat gut. Aber was bekommt man?)
  • Bessere Sattelstütze (zeigte bei meinen ca. 90kg wenig Wirkung)
  • Hupen-Ton (mehr Hupe als Piep)
  • Sehr lautes Ladegerät/Netzteil

Bremsen

Obwohl die Bremsen nicht zu großzügig ausgelegt sind (180mm Bremsscheibe), verrichtet die Bremsanlage seine Arbeit ohne Probleme. Die Schwachstelle ist hier eher die Haftung zwischen Reifen und Untergrund – kräftige Bremsmanöver resultieren in einem kleinen Moment des Rutschens.

Qualität

Die Verarbeitung wirkt hochwertig und solide. Hier bleiben kaum Wünsche offen. Allein die Montage des zusätzlichen USB-Ports als extra Gummischnalle und das etwas wackelig befestigte Display irritieren etwas. Hier wäre noch Potenzial für eine solidere Integration in den Lenker.

Kabelführung

Die Kabelführung finde ich gelungen durch einen Schlitz in der Lenker/Vorbau-Klemmung, bei dem alle Kabel von unten nach oben geführt werden. Das wirkt aufgeräumt – trotz der vielen Kabel (Schaltung, Bremsen, Elektrozuleitungen, etc.)

Gepäckträger

Der Gepäckträger ist stabil und trägt bis 25 kg – vollkommen ausreichend. Meine Zimmer-Tasche lässt sich ohne weiteres daran befestigen und hält gut.

Der Antrieb

Der Narbenmotor mit ca. 600 Watt im Hinterrad ist auf der Ebene wirklich ein Kracher: Ohne große Anstrengung katapultiert er einen auf über 30 km/h. Das ist wirklich toll. Zumal das Fahrerlebnis sich eher nach Farrad anfühlt, als bei einem Modell mit Mittelmotor. Ebenso toll ist der fast geräuschlose Antrieb. Da lässt sich wirklich gar nichts meckern!

Tritt man kräftig in die Pedale, beschleunigt das X-Speed tatsächlich auf bis zu 56 km/h laut Tacho.

Schwieriger wird es, wenn man Akku sparen möchte oder weniger stark unterstützt werden will: Ich habe von der Voreinstellung Stufe 2 ausprobiert. Gefühlter Unterschied: Die Unterstützung setzt verzögert – aber quasi genauso stark ein. Akku hält deshalb auch nicht länger. Stufe 1 ist deutlich weniger. Aber für Fahren einer Strecke auch kaum zu gebrauchen. Auf meiner Strecke macht es kaum was aus, ob ich große Teile auf Stufe 1 fahre oder gleich mit Stufe 3 – ich muss aufgrund meiner Bergstrecke trotzdem den Akku zwischendurch laden. Ist aber auch ok so…auch im Vergleich zu anderen Bikes im Test hier ein ähnliches Verhalten.

Die Rekuperation ist bescheiden und auch die Bremswirkung durch den Motor finde ich nicht überragend. Hier wäre mehr Verzögerung beim Ziehen des Bremshebels wünschenswert.

Die Schiebehilfe funktioniert sehr gut. Ist aber mit Fahrer drauf nur bedingt zum „Anfahren“ tauglich. Die Turbotaste bringt kaum noch Leistungssteigerung. Was allerdings nicht wirklich stört, da der Motor wirklich gute Arbeit leistet. Nur bei Stufe 1 merkt man einen deutlichen Unterschied. Hier verleiht der „Turbo“ nochmal richtig Schub.

Auch am Berg erwies sich der Motor als zuverlässig, wenn es nicht zu steil wird. Der Weg durch die Weinberge mit Steigungen von ca. 15% „würgte“ den Motor regelrecht ab und ich musste wirklich ganz schön in die Pedale treten und teilweise sogar schieben. Die normale Straßensteigung bis 8% war aber ok. Hier konnte ich immerhin mit knapp 20 km/h und kräftigem treten gut hochfahren. Das ist ausreichend.

Der Akku

Der Akku ist anders als bei den meisten Bikes eher Quadratisch – dafür kaum dicker als der Rahmenselbst. Zum Entnehmen, wird er über eine Schiene nach oben herausgezogen. Eine seitliche Entnahme wäre hier deutlich praktischer. Man kann den Akku jedoch auch im S-Pedelec selbst laden – dazu muss dann nur eine kleine Gummi-Dichtung weggeklappt werden.

Das Netzteil selbst ist mit einem sehr lauten Lüfter versehen. Kühlung ist klar – aber geht bei anderen Herstellern auf jedenfalls leiser. Auch bei den Ladezeiten ist die Kombi Netzteil/Akku nicht das schnellste. Aber alles im Rahmen dessen, was brauchbar ist.

Fahrerlebnis & Fazit

Das Fahrerlebnis ist durchweg sehr gut. Ich habe mich von Anfang an sehr wohl auf dem Rad gefühlt. Die Beschleunigung fühlt sich sehr natürlich an und das Fahren selbst macht richtig Spaß. Ich habe mich auch zu keinem Zeitpunkt unsicher oder durch das Rad selbst gefährdet gefühlt.

Damit muss man klar sagen, dass es (außer dem aber preislich fast doppelt so teuren Steiner-Bike) das Beste S-Pedelec ist, was ich bis jetzt gefahren habe.

Features, wie das elektronisch Abschließen, USB-Lademöglichkeit, der die sehr gute Bereifung und der Starke Motor hat mich bis auf wenige Kleinigkeiten echt überzeugt!

Als ich anschließend wieder eine Fahrt mit meinem Spezialized TurboLevo Hardtail gemacht habe, war ich doch deutlich mehr angestrengt und deutlich länger unterwegs.

Fahren mit 45 km/h

Nachdem ich nun schon einige Tage mit Pedelecs und S-Pedelecs unterwegs bin, möchte ich gerne mal ein paar Gedanken zum Fahren mit einem S-Pedelec mit euch teilen.

Zur Erinnerung: S-Pedelecs unterstützen bis 45 km/h. Damit ist es als Kraftrad zulassungspflichtig mit Kennzeichen und Versicherung zu fahren. Mit ordentlichen Reifen und ambitioniertem reintreten erreiche ich laut Tacho bis ca. 56 km/h auf ebener Strecke. Das ist schon ganz ordentlich.

Doch was geht mir durch den Kopf, wenn ich so schnell unterwegs bin und welche Gedanken und Überlegungen mache ich mir damit?

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Was ist wirklich wichtig?

Auf der Suche nach einem geeigneten Pedelec bin ich noch nicht wirklich am Ende angekommen. Daher habe ich überlegt, nach welche Eigenschaften für mich wichtig sind – neben dem Motor u. Antrieb.

Mir kam meine Erfahrung mit einem Hollandrad in den Kopf: Nicht, dass ich damit sportlich durch den Wald fahren wollte. Aber man sitzt doch sehr bequem darauf. Damit ich entspannt und komfortabel mit dem Fahrrad zur Arbeit komme, möchte ich mein Specialized Hardtail etwas umbauen.

Nachdem ich es schon mit Gepäckträger und Satteltaschen „sportlich entwürdigt“ habe, investierte ich noch in eine gefederte Satteltstütze, einen variablen Vorbau und einen höheren Lenker. Das Ergebnis: Das Fahrrad sieht nicht mehr wirklich sportlich aus, aber dafür sitze ich nun deutlich aufrechter.

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Technik, Test und Fragen

Pedelec vs. S-Pedelec

Wem der Unterschied noch nichts sagt: Es geht um die Geschwindigkeit, für die das Fahrrad mit Motorunterstützung ausgelegt ist.

Das normale Pedelecs unterstützt das Treten mit dem Motor bis zu einer Geschwindigkeit von 25km/h. Ok – manche Hersteller hören nicht abrupt auf, sondern lassen es dann mit langsam schwindender Unterstützung bis ca. 27km/h auslaufen. Dann holt einen die harte Realität eines Fahrrads wieder ein: Mann muss selbst treten 🙂 Man hat zunächst das Gefühl, als würde einen jemand festhalten. Ist natürlich quatsch: Aber das leichte Treten mit Motorunterstützung suggeriert das, wenn die elektrische Hilfe plötzlich wegfällt.

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Eine Alternative zum Auto

Da es mir in erster Linie auf die Aspekte Gesundheit und Energie für bewegtes Gewicht ankommt, möchte ich mit dem Fahrrad und seinen Varianten starten.

Für den urbanen Bereich und Strecken mit wenigen km ist das Fahrrad eine gute Möglichkeit das Auto zu ersetzen. Zumal auch hier sich in den letzten Jahren die Materialien unglaublich verbessert haben.

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Start im Frühling 2019

Um dem Experiment und Selbstversuch eine faire Chance einzuräumen, möchte ich nicht gerade in der wüstesten Jahreszeit starten, sondern warte bis zum Frühling.

Sponsoring

Für Unterstützung bin ich dankbar. Für die Sponsoren springt ein fairer und ehrlicher Test bei raus mit natürlich auch Werbung und Feedback für das Produkt. Deshalb dürfen Sponsoren sich gerne bei mir melden.

Fragen

Fragen und Anregungen auch schon im Vorfeld nehme ich gerne an. Einfach per Mail an info(at)leichter-unterwegs.de schreiben.

Inhalte

Diese Seite befindet sich aktuell noch im Aufbau. Die eigentlichen Blog-Einträge wird es mit Start geben. Informationen und Links sammel ich jedoch schon auf den Seiten, die über das Menü rechts oben zu finden sind. Aber auch hier wird sich sicherlich noch viel in den nächsten Wochen tun. Lest gerne schonmal auf meinen Seiten zu den Themen Mobilität und über dieses Projekt…