Kategorie: Review & Test

Fahrradtasche von Zimmer

Quelle: Zimmer-Fahrradtaschen (link)

Auf meiner Suche nach geeignetem Pendler-Accessoires bin ich auf Zimmer-Fahrradtaschen gestoßen. ZIMMER ist eine kleine Marke, die sich auf die Herstellung von hochwertigen Fahrrschtaschen und Geldbörsen spezialisiert hat.

Wenn die Produkte gut sind, habe ich ein Fable für junge, deutsche Marken, die innovativ sind. Und hier bin ich bei ZIMMER fündig geworden.

Ich bin auf ZIMMER aufmerksam geworden, weil auch ich den Wunsch nach „handlichen Taschen für den Alltag, die man am Gepäckträger befestigen, aber genauso gut auch ohne Fahrrad nutzen kann“, habe.

Die Preise sind vollkommen ok und sehr fair. Also durchaus ein Versuch wert.

All das hat mich so sehr angesprochen, dass ich habe das Modell „VANCOUVER“ ausprobiert habe.

Alle Infos zu dieser Tasche findet ihr hier:

https://www.zimmer-fahrradtaschen.de/produkt/fahrradtasche-und-umhaengetasche-vancouver/

Optik & Haptik

Damit ich eine Tasche gerne benutze spielt das Aussehen und Material eine wichtige Rolle. Inhaltlich ist die Tasche einfach, aber zweckdienlich ausgestattet:

Das Hauptfach bietet ausreichend Platz für mein iPad, ein Ersatz-Outfit und ein paar Papierunterlagen im DIN-A4 Format.

Quelle: ZIMMER Fahrradtaschen (link)

Die zwei kleineren Fächer nutze ich meistens für mein Smartphone, Netzteil(e) und meinen Geldbeutel.

Die Tasche ist dann immer noch nicht voll. Reicht mir aber für den Alltag so aus.

Das Material soll wasserabweisend sein und fühlt sich wie ein fester Stoff an: Sehr angenehm. Der „Deckel“ wird einfach darüber geklappt und mittels Klettverschluss hält er sicher und schützt den Inhalt vor Dreck und Nässe.

Zusammen mit dem Umhängegurt ist es eine wirklich schöne, kleine Bürotasche, in der das nötigste für den Büroalltag dabei ist.

Fahrradtasche

Quelle: ZIMMER Fahrradtaschen (link)

Als Fahrradtasche benötigt sie eine entsprechende Halterung. Diese ist an der Rückseite angebracht: Zwei Haken, mit denen man sie in den Gebpäckträger-Streben eintasten lassen kann und einen „Riegel“, mit der man die Tascher gegen „herausspringen“ sichert, indem man ihn umklappt. Dazu ist eine kleine Schnur angebracht, die man zum einfacheren Ziehen benutzen kann. Besonders schön: Bei Nichtbenutzung, klappt aus dem gleichen Stoff, wie der Rest der Tasche, eine Abdeckung darüber. Damit sieht man von der Fahrradhalterung nichts mehr.

Beim verwenden am Fahrrad, mache ich den Schultergurt ab, so dieser nirgends im Weg ist. Das geht dank der schönen und sehr gut bedienbaren Verschlüsse super einfach. Der Gurt lässt sich dann zum Beispiel in den Außentaschen bequem zusammengerollt verstauen und die Tasche schließt einwandfrei.

Durch die geringen Maße benötigt man auch keinen Gepäckträger, der weit nach unten geht (mit vielen Querstreben), sondern es reicht wirklich die Stangen des Trägers selbst, um die Haken daran einrasten zu lassen. Die Tasche hält gut und kommt nicht in die Speichen.

Bürotasche

Wie schon beschrieben lässt sie sich sehr schön fürs Büro verwenden: Sieht toll aus und fühlt sich auch richtig gut an. Was mir etwas fehlt ist ein Haltegriff, mit der ich die Tasche tragen kann, auch ohne den Schultergurt. Damit kann man sie schneller schnappen und muss sie sich nicht umhängen. In der Praxis habe ich sie jedoch einfach unter den Arm geklemmt und wie ein Buch getragen. Auch das ist durch ihre Größe sehr gut machbar. Außerdem könnte der Schultergurt noch eine rutschhemmende Beschichtung im Tragebereich haben, damit er besser auf der Schulter hält. – Das sind aber alles Details, die im Alltag nicht wirklich stören.

Fazit

Danke an das Team von ZIMMER, dass ihr euch dieses Problems angenommen und eine Lösung gefunden habt.

Ich kann es kurz machen: Wem der Platz reicht, eine ganz klare Kaufempfehlung. Ich habe sie nun seit 2 Wochen im Einsatz und finde nichts, was mich wirklich stört. Bis jetzt hat sie an alle Fahrräder gepasst.

Wer eine größere Tasche benötigt, sollte sich unbedingt die Tasche Montreal anschauen.

Hier der direkte Weg zum Shop von Zimmer-Fahrradtaschen:

https://www.zimmer-fahrradtaschen.de/shop/

Steiner Bike

Auf meiner Such nach dem richtigen Bike, bin ich auf die Firma Steinerdesign gestoßen. Ein kleines Unternehmen aus Pforzheim, das besonders hochwertige E-Bikes herstellt – mit nicht alltäglicher Ausstattung!

Die Details findet ihr auf der Steiner-Design Website.

Optik

Wie man sieht, handelt es sich hier klar um ein Mountainbike. Die Federung und Ausstattung machen das Bike durchaus auch Geländetauglich. Aber auch auf der Straße profitiert man von dem Komfort einer Vollfederung.

Das Besondere?

Die Firma Steiner-Design passt das Fahrrad genau so an, dass es für meinen Einsatzzweck richtig ist. Egal ob Lenker, Vorbau oder Schaltung und Antrieb: Es wird passend geliefert.

Die Highlights dieses Bikes sind vielfältig. Um hier nur einige zu nennen, die ich als „Laie“ sofort zu schätzen wusste:

  • Hochwertige Vollfederung
  • Akkus im Rahmen versteckt. Das heißt es sieht aus, wie ein normales Fahrrad.
  • Super starker Mittelmotor von Bafang
  • Auf Wunsch: Riemenantrieb mit Rohloff-Schaltung. Besser geht nicht.
  • Höhenverstellbare Federkabel – ohne Verlust der Federung: Auch wenn ich davon auf der Straße vermutlich wenig Verwendung habe, ist es für die Benutzung im Gelände bestimmt genial!
  • Bei Verwendung im öffentlichen Verkehr gibt es eine Zulassung, so dass es versichert als E-Bike/Spedelec verwendet werden kann.
  • Auch als FAT-Bike erhältlich
  • Fahrwerk erste Sahne: Kein wackeln, ruckeln oder schwimmen. Sicheres Gleiten über den Asphalt.

Das bei diesen hochwertigen Komponenten und innovativen Konzepten der Preis sich im oberen Segment abspielt, dürfte klar sein. Aber ich bin der Überzeugung, dass man hier auch das Beste vom Besten erhält.

Für weitere Strecken gibt die Möglichkeit einen zweiten Akku (zusätzlich zu den im Rahmen verbauten Akkus) zu montieren, so dass die Reichweite nochmal gesteigert werden kann.

Die gesamte Ausstattung hat auch ihr Gewicht: Mit knapp 30kg wiegt dieses Gefährt schon deutlich mehr, als die Einsteigermodelle im Pedelec-Markt. Damit würde man aber auch Äpfel mit Birnen vergleichen 🙂

Jürgen Steiner – Inhaber von Steiner-Design, berät hier ehrlich und mit viel Fachkompetenz und Liebe zum Detail. Bei Interesse, wendet euch unbedingt mal an ihn. Und wenn ihr das perfekte Bike haben wollt, werdet ihr bei ihm vielleicht fündig! Etwas vergleichbares habe ich bis jetzt nicht fahren dürfen.

Stromer ST 1x

Viele technische Details findet ihr auf der Website von Stromer.

Mittelmotor: Vor- und Nachteile

Sehr verbreitet sind Mittelmotoren. Diese unterstützen das Fahren, in dem die Motorkraft über die Kette/Rahmen auf das Hinterrad übertragen wird. Damit wird zwar der Antriebsstrang mit belastet, aber sich habe natürlich auch die Vorteile der Übersetzung, die ich mit nutzen kann. Nachteil: Kette und Ritzel halten nicht so lange, Schaltvorgänge sind sehr belastend und machen sich mit lautem knacken bemerkbar, wenn der Motor gerade richtig „reintritt“. Man kann sich das vorstellen wie ein Schalten an einem sehr steilen Berg.

Heckmotor – Der Unterschied

Stromer verfolgt hier ein anderes Konzept: Hier ist ein starker Motor im Hinterrad (Nabenmotor) verbaut. Vorteil: Der Antriebsstrang (Kette/Schaltung) bleiben ohne Mehrbelastung (Verschleiß), das Schalten funktioniert wie bei einem normalen Fahrrad auch unter „Normallast“.

Das Fahrgefühlt mag ich persönlich deutlich lieber als bei einem Mittelmotor: Ich fühle mich wie sanft aber kräftig angeschoben, anstatt einer ruppigen Tretunterstützung an den Pedalen. Außerdem arbeitet der Motor quasi geräuschlos.

S-Pedelec – Aber richtig

Ich kann Euch berichten: Nachdem ich das Riese&Müller gefahren bin, bei dem ich ja nur mit einiger Eigenleistung auf meine 38 km/h gekommen bin, brachte mich das Stromer ohne nennenswert Anstrengung zu investieren ruckzuck auf 45 km/h. Ich war auf der ersten kurzen Teststrecke sofort begeistert. So etwas cooles habe ich bis jetzt noch nicht gefahren. Gleich mal eine Brücke rauf – immer noch mühelos 38 km/h – mit etwas mehr Eigenleistung dann 43 km/h. Perfekt!

Also habe ich das Stromer ST1x mitgenommen und wollte es am nächsten Tag auf meiner Alltagsstrecke zur Arbeit nutzen. Meine Erwartungshaltung entsprechend hoch.

Die ersten Eindrücke des ST1x

Das Bike ist recht schwer (knapp 30 kg) – stört aber nicht, wenn man es sowieso mit Motor bewegen möchte.

Besonders: Ein Touch-Display im Rahmen. Hier nimmt man verschiedene Einstellungen vor, kann die Sensoren auslesen, im Fahrbetrieb kann ich hier aktuelle Geschwindigkeit, Fahrzeit und Fahrstrecke (was ein Bordcomputer halt so hergibt) ablesen. Nicht optimal während der Fahrt, weil man immer nach unten auf den Rahmen schauen muss. Störte mich aber in der Praxis nicht wirklich.

Sieht sehr schick aus. Das minimalistische Design wirkt aufgeräumt und gefällt mir gut.

Bedienelemente für die 3 Unterstützungsstufen und Licht sind bequem mit dem Daumen zu erreichen und fühlen sich gut an.

Schutzbleche und Gepäckträger wirken stabil – wie das ganze Bike: Alles sehr wertig und robust.

Es gibt keine Federgabel oder sonstige Dämpfungselemente. Der Sattel ist bequem und sieht gut aus. Ein Scheinwerfer macht gut Licht – er leuchtet die Straße schön breit und in der nötigen Helligkeit aus.

Die Arbeitsstrecke

Munter und voller Erwartungen bin ich morgens losgefahren. Ich hatte am Vorabend den Akku voll geladen und die Rekuperation auf 80% gestellt. Meine erste Teilstrecke geht den Berg runter und beim Bremsen merkte ich erstmal nichts vom Rekuperieren. Kein Wunder: Der Akku war ja noch voll. Da macht er das auch nicht. Egal: Die Bremsen sind ok, trotz der ca. 125kg Gesamt-Masse, mit der ich mich den Berg runter bewege.

Das Handling ist sehr gut. Ich habe das Gefühl sehr wendig zu sein und das ST1x fühlt sich extrem agil an. Beschleunigung auf 45km/h geht einwandfrei. Nachdem der Akku dann nach einigen KM Fahrt auch auf 90% abgefallen ist, merkte ich beim Bremsen auch die Verzögerung durch den Motor. Dieser bremst bei den eingestellten 80% sehr gut und reicht für das normale, vorausschauende abbremsen eigentlich immer aus. Ausgelöst wird das durch das leichte ziehen des Hinterrad-Bremshebels. Sehr angenehm und ein großes Plus: Kein quietschendes Bremsen mit kräftigem Ziehen in den Fingern, sondern mit einem Finger ein deutliches abbremsen.

Mit viel Begeisterung fahre ich also die ca. 20km meine gewohnte Strecke. Dabei nutze ich so gut wie möglich die Straßen, anstatt der Radwege. Doch gerade bei Feldwegen habe ich nicht immer eine spontane Ausweichmöglichkeit gefunden – hier muss ich wohl mal etwas Zeit in eine alternative Straßenroute investieren. Da aber morgens nichts los ist, fahre ich vorsichtig und sehr aufmerksam meine gewohnten Strecken weiter.

Nach knapp 40min erreiche ich mein Ziel. Erste Ernüchterung: Ich bin kaum schneller als mit meinem Pedelec. Nicht so schlimm, da ich deutlich weniger angestrengt war. Außerdem hatte ich einige Verkehrshindernisse, bei denen ich anhalten oder kleine Umwege fahren musste. Vielleicht war durch meine Straßenabschnitte der Weg auch etwas länger. Also alles ok. Der Akku zeigte noch eine Restkapazität von 70% an. Das sollte für den Heimweg reichen.

Viele meine Kollegen erkundigten sich über meine Erfahrungen damit und bestaunten das ST1x. War ein echter Magnet 🙂

Abends fühlte ich mich etwas verspannt, Nacken- und leichte Kopfschmerzen. Gar nicht so schlecht: Jetzt zeigt sich, ob das Stromer-Bike mich auch in diesem Zustand gut nach Hause bringt – ganz ohne Qual 🙂

Auch auf dem Rückweg war ich wieder flott unterwegs. Meine Beine verrichteten nicht nennenswert Arbeit – trotzdem bin ich mit meistens um die 43km/h gut unterwegs gewesen. Aber: Ich merkte die Anstrengung anderweitig: Durch die fehlende Federung kam jeder Schlag durch Unebenheiten, Schlaglöcher oder auch nur Fahrbahnverschmutzung in meinem Nacken sehr direkt an. Das Festhalten des Lenkers bei den Geschwindigkeiten und der unebenen Fahrbahn erfordert nicht nur starke Konzentration (Schlaglöcher, Verkehr, etc.) sondern auch viel Anstrengung in Händen und Armen.

Die letzten KM geht es bei mir bergauf. Laut Kommot mit Steigungen bis 24%. Um nicht die Fahrstraße mit dem Feierabendverkehr nutzen zu müssen, entschied ich mich über die Weinberge zu fahren. Der erste Anstieg ist heftig – aber nur einer von 3 Anstiegen dieser Art. Ich schaltete in den ersten Gang, hatte aber bereits auf den ersten Metern den Eindruck, dass mich der Motor verlassen hat. Ich strampelte noch ein wenig weiter. Doch dann wurde es mir zu anstrengend: Ich hätte schieben müssen. Ich entschied mich doch umzukehren und die Fahrstraße zu fahren. Hier ging es mit 38 km/h zwar auch bergauf – aber eben schnell 🙂

Die steilen Passagen den Berg hoch, wurde es dann doch weniger. Ich schaffte mit meinen nun doch schon etwas angeschlagenen Zustand (Kopfschmerzen und müde) und nicht mehr viel Eigenleistung nur noch ca. 12 km/h. Ich legte mich nochmal richtig ins Zeug und trat kräftig mit. Dann unterstützte der Motor auch wieder mehr und ich kam auf ca. 18-22 km/h. So kam ich gut nach Hause – auch wenn die Bergstrecke nicht so schnell war, wie ich sie mir erhoffte. Der Akku zeigte eine Restladung von 22% an.

Der Abend war nicht so doll und auch am nächsten Tag verspürte ich kein direktes Verlangen wieder mit dem Stromer zu fahren. Meine Schulter- und Nackenmuskulatur war sehr hart und schmerzhaft. Ich schiebe einen Teil auf das „gerüttelt“ bei der Fahrt.

Doch wie sieht es mit der Zeit aus? Für den Heimweg waren es insgesamt ca. 55 Minuten. Das ist eine deutliche Verbesserung. Mit dem Pedelec brauche ich ca. 1 Stunde 10 Min. Komme aber auch mehr ins Schwitzen.

In Summe habe ich einen Zeitgewinn von ca. 15-20 Minuten gegenüber dem Pedelec. Warum nicht mehr, wenn ich doch fast doppelt so schnell fahren kann? – Nunja: Bei Querstraßen, Verkehr, freilaufenden Hunden, Ampeln, etc. muss ich genauso anhhalten, wie mit einem Pedelec oder Fahrrad. Daher habe ich nicht wirklich eine doppelte Durchschnittsgeschwindigkeit. Die Beschleunigung ist mit einem Pedelec ähnlich. Auch auf Feldwegen oder Nebenstraßen, die sehr schlecht sind, kann ich keine 45km/h fahren. Die Gefahr eines Schlagloches ist doch zu groß. Daher ist es nur auf den wenigsten Teilstrecken möglich gewesen wirklich schnell zu fahren.

Fazit

Das Stromer ST1x ist ein cooles Fahrrad. Auf der Ebene und bei guten Straßen das Beste, was ich bis jetzt gefahren habe – auch für das Geld. Leider zeigte mir meine bisherige Alltagsstrecke, dass diese so nicht für das Stromer ideal war. Das Ziel mühelos und auch am Folgetag wieder gerne aufzusteigen hat es so erstmal verfehlt. Um andere Strecken auszuprobieren und ggf. einen schlechten Tag nicht zu sehr zu Gewichten, müsste ich das Bike noch länger haben. Das ist auch der Grund, weshalb ich die Hersteller gebeten habe mich zu unterstützen und mir das S-Pedelec für 1-2 Wochen zu Verfügung zu stellen. So gab es doch zu viele Punkte, die das Ziel „täglich mit dem Stromer ST1x“ zu fahren zunächst weiter in Ferne rückt. Ich werde noch weiter andere Modelle testen und experimentieren. Trotzdem bleibt das Stromer ST1x ein cooles S-Pedelec mit vielen Vorteilen.

Wenn ich mir etwas Wünschen dürfte: Den Motor und Design vom Stromer ST1x, mit Federgabel, gefederter Sattelstütze und Supermoto-Reifen. Vielleicht bringt auch der neue Motor Synodrive im ST2/3/5 mehr Leistung, so dass ich auch die steileren Anstiege noch schneller und besser bewältigen könnte…leider habe ich hier (noch) keine Möglichkeit das auszuprobieren. Mal sehen, ob sich Stromer noch überreden lässt, mir das zu ermöglichen.

Bosch-Motor & Riemen

Ich habe ein S-Pedelec RieseMüller Supercharger mit Bosch Performance CX Motor und Riemenantrieb an einer Nuvinci 380 Narbe bei emotion-technologies in Worms ausprobiert.

Quelle: Riese & Müller

Meine Eindrücke waren prinzipiell positiv. Allerdings musste ich schon recht kräftig reintreten, damit ich auf 36km/h kam. Lautstärke, Beschleunigung und Schaltung waren angenehm, aber nicht überwältigend.

Die Nuvinci-Schaltung ist stufenlos. Damit dreht man es sich so hin, wie es für einen am besten passt. Leider benötigt man gerade bei einem S-Pedelec noch etwas mehr Übersetzung nach oben – so ist die Tretzahl (Kadenz) doch recht hoch, wenn man über 35km/h auf der Ebene fährt.

Einen Brückenanstieg habe ich immerhin mit ca. 20km/h und leichtem treten gemeistert.

Der Fahrkomfort war sehr gut. Auf der kurzen Teststrecke habe ich keine störenden Unruhen oder Schläge feststellen können.

Ärgerlich für ein S-Pedelec mit dieser Kombination: Die 45km/h erreicht man nur mit hohen Trittfrequenzen und kräftigem reintreten. Mit einer Rohloff-Schaltung ist das vielleicht besser – aber die Anstrengung bleibt.

Fazit: Ich suche erstmal nach weiteren Alternativen…

Hersteller und Testfahrt

Leider haben sich nicht viele Hersteller bereit erklärt mir ein Testbike zu Verfügung zu stellen. Immerhin habe alle Hersteller freundlich zurückgeschrieben und das Projekt an sich für gut befunden und mir viel Erfolg gewünscht.

Damit vergeben sich diese Hersteller die Chance ihr Modell erstens zu verkaufen und zweitens auch noch beworben zu bekommen in einem Pender-Praxistest.

Schade finde ich die Reaktion, dass es auf die Händler „abgewälzt“ wird: Diese müssen laut eigener Aussage die Räder kaufen und den „verschleiß“ selbst bezahlen.

Im S-Pedelec Bereich wird es dann noch schwieriger, da es hier nur sehr wenige Händler gibt, die ein S-Pedelec überhaupt zu Verfügung stellen können.

Gerade bei Händlern, die bei mir „ums Eck“ zu Hause sind, könnte ich mir vorstellen ein Testbike sogar vor Ort abzuholen und wieder zurück zu bringen.

Vielleicht ergibt sich ja noch die Möglichkeit. Ansonsten bleibt es eben bei den Modellen, von denen ich hier berichten werde.